In der Welt der digitalen Buchhaltung geht es nicht mehr nur um schnelle Rechnungsbearbeitung, sondern auch um die Möglichkeit, den gesamten Verkaufs- und Abrechnungsprozess zu automatisieren.
lexoffice (heute auch als
Lexware Office vermarktet) bietet eine offene API-Schnittstelle, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Verkaufssysteme, Online-Shops und Zahlungsdienste mit der Buchhaltungsplattform zu verbinden. Dank dessen erfolgen im Jahr 2026 Rechnungsstellung, Belegimporte und Datensynchronisierung zwischen Anwendungen praktisch ohne menschliches Zutun. Der automatisierte Datenaustausch mit lexoffice hilft Online-Creatorn, Freelancern und Kleinunternehmern, E-Rechnungen formatkonform zu erstellen und zu verarbeiten sowie den Zahlungsstatus in Echtzeit zu überwachen.
Wie funktioniert die lexoffice API und warum lohnt es sich, sie zu nutzen?
Die API-Schnittstelle von lexoffice (öffentlich dokumentiert als „lexoffice Public API") bietet Zugriff auf Serviceressourcen über
REST + JSON und ermöglicht automatische Rechnungsstellung, Zahlungsüberwachung, Kontakt- und Belegverwaltung sowie Daten-Export/Import in andere Systeme. Über die API lassen sich Rechnungen, Angebote und Gutschriften programmgesteuert anlegen, Belege als Dateien hochladen und an die Buchhaltung übergeben. Besonders relevant für den deutschen Markt: lexoffice unterstützt die
E-Rechnung in den Formaten
XRechnung (reines XML) und
ZUGFeRD (Hybrid aus PDF/A-3 und eingebettetem XML nach EN 16931) sowie den Export an den Steuerberater per
DATEV. Darüber hinaus bietet lexoffice
Webhooks, die sofortige Benachrichtigungen über wichtige Ereignisse ermöglichen, etwa den Eingang einer Zahlung oder eine Änderung des Belegstatus.
Überblick über beliebte lexoffice-Integrationen
Die nachstehende Tabelle zeigt typische lexoffice-Integrationen für 2026. Die Liste umfasst E-Commerce-Plattformen, Zahlungsdienste, Banking- und Buchhaltungstools, die im deutschsprachigen Raum verbreitet sind.
| Integrationsname | Kurzbeschreibung |
|---|
| WooCommerce | Ein Plugin für WooCommerce-Shops, das die automatische Ausstellung von Rechnungen aus Bestellungen ermöglicht und Belege an lexoffice überträgt. |
| Shopify | Verbindet den Shopify-Shop mit lexoffice – erzeugt Rechnungen aus Bestellungen und synchronisiert Kunden- und Umsatzdaten. |
| Amazon | Importiert Verkäufe und Gebühren aus dem Amazon-Marktplatz und erstellt passende Belege für die Buchhaltung. |
| eBay | Überträgt Bestellungen und Verkaufsdaten aus eBay automatisch in lexoffice zur Rechnungs- und Belegerstellung. |
| Stripe | Synchronisiert Online-Zahlungen aus dem Stripe-Gateway und ordnet sie den zugehörigen Rechnungen zu. |
| PayPal | Importiert PayPal-Transaktionen und Gebühren, um Zahlungen automatisch mit Belegen abzugleichen. |
| Banking / Bankkonten | Per Bankanbindung werden Kontoumsätze eingelesen und Rechnungen halb- oder vollautomatisch als bezahlt markiert. |
| DATEV | Standardisierter Export der Buchungsdaten an die Steuerkanzlei – zentral für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater in Deutschland. |
| XRechnung / ZUGFeRD | E-Rechnungs-Formate nach EN 16931; lexoffice erstellt und verarbeitet sie für den B2B- und B2G-Bereich. |
| Klarna | Ordnet Zahlungen aus der Klarna-Abwicklung den entsprechenden Bestellungen und Rechnungen zu. |
| Zapier / Make | Automatisierungsplattformen, die lexoffice mit hunderten weiteren Apps verbinden – ohne eigene Programmierung. |
| Shopware | Verbindet den Shopware-Shop mit lexoffice und automatisiert Rechnungs- und Belegfluss aus Bestellungen. |
Warum sind Integrationen im Jahr 2026 entscheidend?
Das Jahr 2025 hat eine wichtige Weichenstellung gebracht: Seit dem
1. Januar 2025 muss jedes Unternehmen in Deutschland strukturierte
E-Rechnungen (nach EN 16931)
empfangen können. Die Pflicht zum
Ausstellen wird stufenweise eingeführt – Unternehmen mit mehr als
800.000 EUR Vorjahresumsatz ab dem
1. Januar 2027, alle übrigen im inländischen B2B-Geschäft ab dem
1. Januar 2028.
Kleinunternehmer nach
§19 UStG sind vom Ausstellen befreit, müssen E-Rechnungen aber empfangen und lesen können. Anders als in manchen Nachbarländern gibt es in Deutschland
keine zentrale staatliche Plattform: der Austausch erfolgt dezentral, etwa direkt oder über das Peppol-Netzwerk. In Österreich besteht aktuell keine B2B-Pflicht; eine E-Rechnungs-Pflicht gilt dort nur im Bereich B2G. Integrationen mit lexoffice helfen also vor allem dabei, schon heute
E-Rechnung-ready zu sein, statt erst kurz vor den Stichtagen 2027/2028 umzustellen. Steuerliche Details bitte mit dem Steuerberater oder anhand offizieller Quellen prüfen.
Immer mehr Creator und Freelancer verkaufen online und nutzen das Stripe-Zahlungsgateway – mit Methoden wie Karten, SEPA-Lastschrift, Klarna, PayPal sowie Apple Pay und Google Pay. Um Stripe-Zahlungen automatisch mit der Abrechnung in deutschen Buchhaltungssystemen zu verbinden, wurden Tools wie
striptu entwickelt. Die striptu-Plattform ermöglicht es, in wenigen Minuten eine Integration zwischen Stripe und Rechnungs-Tools wie
easybill einzurichten. Dank dessen wird nach jeder Stripe-Zahlung automatisch eine korrekte Rechnung erstellt – inklusive der für den deutschen Markt passenden USt-Behandlung (19 % bzw. ermäßigt 7 %, unter Berücksichtigung der Kleinunternehmerregelung).
Zusammenfassung
Integrationen mit
lexoffice sind im Jahr 2026 nicht nur eine Annehmlichkeit, sondern ein praktischer Baustein, um den E-Rechnungs-Anforderungen einen Schritt voraus zu sein und den Online-Vertrieb auszubauen. Es lohnt sich, die verfügbaren Integrationen jetzt zu prüfen, die lexoffice-API zu konfigurieren und das eigene Business frühzeitig auf die digitale Zukunft vorzubereiten.